Universitätsklinikum Düsseldorf

Gebäude 11.58 – Machbarkeitsstudie Interims- und Ambulanz-OP 

 

Im Zuge der geplanten Sanierung im Zentrum für Operative Medizin I wurde für das Gebäude 11.58 eine Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer Interims-OP sowie einer dauerhaften Ambulanz-OP durchgeführt.

Bergstermann & Dutczak Architekten waren mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt.

Projektdaten

Projekt:  Gebäude 11.58 – Interims- und Ambulanz-OP
Bauherr:  Universitätsklinikum Düsseldorf   

Nutzer:  OP-Management / Intensivmedizin  

Projektzeitraum:  2024   
Bruttogrundfläche: - 

Bauweise:  Modulbau (Raumzellenbauweise) 

Leistung:  Machbarkeitsstudie  


Projektanlass und Zielsetzung

Die Lüftungsanlage im Zentrum für Operative Medizin I (ZOM I) soll saniert werden. Während der Bauzeit entfallen vier Operationssäle sowie 20 Intensivbetten.


Ziel der Machbarkeitsstudie war die Prüfung, ob das leerstehende 1. Obergeschoss des Modulgebäudes 11.58 temporär als OP-Station genutzt werden kann. Zusätzlich wurde untersucht, ob eine dauerhafte Integration eines Ambulanz-OP-Zentrums an diesem Standort möglich ist.

Die Untersuchung umfasste funktionale, baurechtliche, brandschutztechnische, hygienische, strahlenschutzrechtliche, statische sowie TGA-relevante Aspekte einschließlich einer Kostenschätzung.


Städtebauliches und landschaftliches Konzept

Das Gebäude 11.58 befindet sich im Klinikareal und ist über eine Brückenverbindung an das ZOM II angebunden. Die bestehende innere Erschließung sowie die logistische Anbindung an die AWT-Station des ZOM II bilden die Grundlage für die untersuchten Nutzungsszenarien.

Freiräumliche Eingriffe sind nicht vorgesehen. Die Untersuchung beschränkt sich auf innere Umstrukturierungen im Bestand.


Architektonisches Gesamtkonzept

Das dreigeschossige Gebäude wurde 2020 in Modulbauweise errichtet und diente als Intensiv- und IMC-Station. Die Struktur basiert auf zwei Bettenschienen mit einer dazwischenliegenden Mittelzone.

Das Konzept der Machbarkeitsstudie sieht vor, die vorhandene Raumstruktur weitgehend zu erhalten und Eingriffe auf ein notwendiges Maß zu begrenzen, um die bestehende vorhabenbezogene Bauartgenehmigung nicht zu gefährden.

Für beide Nutzungsszenarien wird die Grundorganisation des Gebäudes aufgegriffen und funktional neu zugeordnet.


Material- und Nachhaltigkeitsstrategie

Die Planung verfolgt das Ziel, die bestehende Struktur möglichst unverändert weiterzuverwenden.

Erforderliche Anpassungen betreffen insbesondere:

  • Strahlenschutzertüchtigungen einzelner Trennwände mittels Vorsatzschalen
  • Austausch von OP-Türen gegen Strahlenschutztüren
  • Anpassungen im Bereich Lüftungsdecken und Medienversorgung

Durch die Weiternutzung des Bestands wird ein ressourcenschonender Umgang mit der vorhandenen Gebäudestruktur verfolgt.


Funktionale Besonderheiten

Interims-OP

Der westliche Bereich (1-Bettzimmer-Schiene) verbleibt als Intensivstation.
Der östliche Bereich (ehemalige 2-Bettzimmer) wird zu einer OP-Abteilung mit drei Operationssälen umgebaut. Die postoperative Versorgung erfolgt bei Bedarf über die Brückenanbindung im ZOM II. Versorgung und Entsorgung werden über die AWT-Container-Räume organisiert. Es werden Versorgungsschleusen, Umbettschleusen, Lagerflächen sowie Personalräume eingerichtet.


Ambulanz-OP

Für die dauerhafte Nutzung wird der westliche Bereich in eine Tagesklinik umgewandelt. Acht Einbettzimmer werden zu Ruheräumen mit jeweils zwei Transportliegen umstrukturiert.

In der Mittelzone entsteht ein neuer Aufwachraum mit sechs Stellplätzen. Der OP-Bereich im Osten wird auf vier Säle erweitert. Für den Einsatz bildgebender Geräte werden gezielte Strahlenschutzmaßnahmen umgesetzt. Die Nutzung der Umkleiden im 2. Obergeschoss bleibt bestehen. Eine funktionale Trennung von reinen und unreinen Bereichen wird baulich ergänzt. 

Projektstand

Die Machbarkeitsstudie wurde 2024 abgeschlossen. Die Ergebnisse bestätigen die grundsätzliche technische, funktionale und genehmigungsrechtliche Umsetzbarkeit sowohl der Interims- als auch der dauerhaften Nutzung.


Planzeichnungen: © Bergstermann + Dutczak Architekten Ingenieure. 

Dargestellt ist der aktuelle Planungsstand, Änderungen vorbehalten.