06.05.2026

Ein Tag für uns

Einmal im Jahr nehmen wir uns einen ganzen Tag- einfach für uns. Keine Projekte, keine Deadlines, kein Tagesgeschäft. Stattdessen: Zeit für Themen, die sonst hinten rüber fallen. Alle aus dem Team bringen mit, was sie bewegt – fachliche Fragen, organisatorische Ideen, Dinge, über die man im Alltag einfach nicht in Ruhe sprechen kann. Der Werkstatttag ist ein Tag, der dem Büro gehört.

Dieses Jahr ging es ins Sauerland. Angekommen im Haus Agatha, mitten im Nirgendwo hieß es erst mal Zimmer beziehen und Einkäufe verräumen. Das Kochteam hatte vorab im nächstgelegenen Supermarkt die Lebensmittel vorbestellt, und wer schon mal versucht hat, für eine ganze Büromannschaft drei Tage in einem Selbstversorgerhaus zu planen, weiß: Das ist gar nicht so einfach. Wie viel Brot braucht man eigentlich für eine Brotzeit? Haben wir genug Kaffee und Milch? Gute Fragen, bevor der eigentliche Tag überhaupt angefangen hat.

Aber genau das ist es, was Haus Agatha ausmacht. Kein Konferenzhotel, kein Catering, kein jemand-macht-das-schon. Fachwerk, Terrasse, Natur – und der Rest liegt beim Team. Der Monitor stand auf zwei Bierkisten. Als Whiteboard diente ein DIN-A0-Bogen an der Wand. Genau diese Atmosphäre macht die Stimmung so familiär.


Ein Programm, das vom Team kommt

Es wurde viel geredet an diesem Tag. Über CAD-Standards, Bauleitung, Rollenverteilung im Büroalltag – alles Themen, die Kolleginnen und Kollegen selbst mitgebracht und vorbereitet haben. Kein Vortrag von oben, sondern echter Austausch quer durch alle Bereiche des Büros.

Ein Schwerpunkt war die Kommunikation des Büros – ein Thema, das Bergstermann + Dutczak in den kommenden Monaten aktiv angehen will. In einem Workshop haben wir gemeinsam überlegt: Wie wollen wir auftreten? Wie sollen andere über uns denken, wenn sie uns wahrnehmen? Und welche Geschichten haben wir eigentlich zu erzählen? Die Antworten auf die letzte Frage kamen schnell – sobald der Blickwinkel wechselte, weg von der Fachperspektive, hin zu was erzählen wir so am Esstisch Familien und Freunden? Plötzlich hatte jeder sofort etwas. Die Kinderklinik, die Fischforschungsanlage, der Tatort mit unserer Kirche. Geschichten, die zeigen, was das Büro wirklich macht – jenseits von Quadratmetern und Leistungsphasen.

Selbstversorger heißt: alle ran

Abends hat dann jeder angepackt. Grillen, Tisch decken, aufräumen – jeder bringt etwas mit, jeder hilft. Das Wetter spielte mit, die Sonne ging langsam über der Terrasse unter, und aus dem Arbeitstag wurde ein geselliger Abend. Gespräche, Tischtennis, Gesellschaftsspiele. Wer wollte, blieb gleich übers Wochenende und holte am Samstag die Familie nach, für einen kleinen Kurzurlaub im Sauerland.

So ein Tag muss einfach sein. Eine Auszeit vom Alltag, ein Moment zum Durchatmen und ein Grund, sich am nächsten Montag wieder auf die Arbeit zu freuen.