Neubau einer 6-gruppigen Kindertageseinrichtung
Standort Buschei, Dortmund
Für die Städtische Immobilienwirtschaft Dortmund wird am Standort Buschei 30 eine sechsguppige Kindertageseinrichtung realisiert. Das Projekt umfasst den Neubau eines zweigeschossigen Gebäudes in Holz-Modulbauweise.
Bergstermann & Dutczak Architekten Ingenieure GmbH führen die Entwurfs- und Genehmigungsplanung im Auftrag des Totalübernehmers aus.
Projektdaten
Projekt: Neubau einer 6-gruppigen Kindertageseinrichtung
Bauherr: Städtische Immobilienwirtschaft Dortmund
Nutzer: Stadt Dortmund
Projektzeitraum: März 2024 – September 2024
Bruttogrundfläche: ca. 1.850 m²
Bauweise: Holz-Modulbauweise
Leistung: LP 3-4
Projektanlass und Zielsetzung
Am Standort Buschei 30 wird das bestehende Betreuungsangebot durch eine neue sechsgruppige Kindertageseinrichtung ergänzt. Ziel ist ein klar strukturiertes, funktionales Gebäude, das zeitgemäße pädagogische Anforderungen erfüllt und einen wirtschaftlichen sowie nachhaltigen Betrieb ermöglicht.
Städtebauliches und landschaftliches Konzept
Das Grundstück liegt an der Straße Buschei und wird von Süden erschlossen. Der Baukörper wird im westlichen Bereich des Grundstücks angeordnet, um zusammenhängende und gut nutzbare Außenspielflächen zu schaffen.
Für das Grundstück gelten ein Bebauungsplan sowie eine Gestaltungssatzung. Im Rahmen einer Bauvoranfrage wurden Abweichungen genehmigt, unter anderem zur Grundflächenzahl und zur Geschossigkeit. Weitere Abweichungen betreffen Dachform, Fassadenmaterialität, Architekturelemente und Fenstersysteme.
Pkw- und Fahrradstellplätze sind in Eingangsnähe vorgesehen und in die Freianlagen integriert.
Architektonisches Gesamtkonzept
Der Neubau ist zweigeschossig mit Flachdach und ohne Unterkellerung geplant. Die innere Organisation folgt einer klaren und übersichtlichen Gliederung.
Im Erdgeschoss sind der Eingangsbereich, die Küche mit Nebenräumen, Gruppenräume für Kinder unter drei Jahren, ein Mehrzweckraum sowie Büroräume angeordnet.
Das Obergeschoss nimmt die Gruppenräume für Kinder ab zwei Jahren, einen Bewegungsraum sowie einen Besprechungs- und Pausenraum auf.
Die vertikale Erschließung erfolgt über ein zentrales Treppenhaus mit barrierefreiem Aufzug. Der zweite bauliche Rettungsweg wird über vorgelagerte Laubengänge sichergestellt. Die technischen Anlagen sind kompakt in der Mittelzone und im Bereich des Treppenraums angeordnet.
Konstruktion und Bauweise
Das Gebäude wird in Holz-Modulbauweise errichtet und auf einer Bodenplatte gegründet. Die Konstruktion basiert auf vorgefertigten Raummodulen, die im Werk hergestellt und vor Ort montiert werden. Insgesamt kommen 52 Module zum Einsatz. Größere Räume entstehen durch das Zusammenschalten mehrerer Module. Die Fluchtwegbalkone an der Ost- und Westseite werden als selbsttragende Stahlkonstruktionen ausgeführt.
Material- und Nachhaltigkeitsstrategie
Die Außenwände erhalten eine hinterlüftete Holzfassade mit Fassadenbegrünung. Fenster und Türen werden als Holz-Aluminium-Konstruktionen ausgeführt. Pro Raum ist mindestens ein öffenbares Fenster vorgesehen. Sämtliche Verglasungen werden als Verbundsicherheitsglas ausgeführt.
Das Gebäude wird gemäß den Anforderungen der Stadt Dortmund als klimaneutrales Gebäude realisiert. Grundlage hierfür sind eine ressourcenschonende Materialwahl, ein hoher energetischer Standard sowie der Einsatz erneuerbarer Energien im Betrieb.
Das Flachdach ist als Retentionsdach ausgeführt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Ein Dachausstieg ermöglicht Wartung und Kontrolle; die Absturzsicherung erfolgt über klappbare Geländer.
Funktionale Besonderheiten
Die klare Trennung der Altersgruppen ermöglicht einen störungsarmen und übersichtlichen Betrieb. Die Laubengänge übernehmen neben der Erschließung die Funktion des zweiten Rettungswegs. Die Bündelung der technischen Anlagen in der Mittelzone erleichtert Wartung und Betrieb.
Die Außenanlagen sind altersgerecht zoniert und bieten differenzierte Spielangebote. Bestehende Bäume werden erhalten und in das Freiraumkonzept eingebunden. Ergänzend ist eine Regenwasserrückhaltung vorgesehen, die zur Entlastung des öffentlichen Kanalnetzes beiträgt.
Projektstand
Das Projekt befindet sich aktuell im Bau.
Planzeichnungen: © Bergstermann + Dutczak Architekten Ingenieure.
Dargestellt ist der aktuelle Planungsstand, Änderungen vorbehalten.