Neubau Gästehaus 
der TU Dortmund

Ein Gästehaus als eigenständiger Wohnort auf Zeit im Gefüge des Campus. 

 

Auf dem Campus Süd war der Neubau eines Gästehauses für die Technische Universität Dortmund vorgesehen. Die Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Dortmund e. V. (GdF) plante damit, ein baulich nicht mehr nutzbares Bestandsgebäude zu ersetzen und der Universität anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens einen Neubau zu widmen.

Bergstermann & Dutczak Architekten Ingenieure GmbH übernahmen die Planung von der Grundlagenermittlung über die Vor- und Entwurfsplanung bis zur Genehmigungsplanung.


Das Projekt wird derzeit auf dem vorgesehenen Grundstück nicht weiterverfolgt.

Projektdaten

Projekt: Neubau Gästehaus der TU Dortmund
Bauherr: Gesellschaft der Freunde der Technischen 
Universität Dortmund e. V. (GdF)

Nutzer: Gastwissenschaftler der TU Dortmund und FH  

Projektzeitraum: Start 2025   
Bruttogrundfläche: 2.870 m² 

Bauweise: Vorgefertigte Holz-Raumzellen mit vorgehängter Lärchenholzfassade   

Leistung: Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung (LPH 1–4) 


Projektanlass und Zielsetzung

Das bestehende Gästehaus der GdF ist abgängig und kann den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Ziel ist ein Neubau, der internationalen Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern für begrenzte Aufenthalte ein funktionales und zugleich angemessenes Wohnumfeld bietet.

Die Wohneinheiten sind für Aufenthalte von bis zu einem Jahr konzipiert. Auch begleitende Partner oder Familienangehörige werden berücksichtigt. Darüber hinaus stehen die Wohnungen Gästen der Fachhochschule zur Verfügung. Das Haus versteht sich als temporärer Wohnort mit klarer Struktur und hoher Alltagstauglichkeit.


Städtebauliches und landschaftliches Konzept

Das Grundstück liegt im Bereich des Campus Süd und befindet sich im Eigentum des Bundesliegenschaftsbetriebs. 

Auf dem Grundstück stand zuvor eine Baubaracke, die zurückgebaut wurde. Teile einer bestehenden Stellplatzfläche sowie einer baumbestandenen Grünfläche werden in die Neubebauung einbezogen.

Die Erschließung erfolgt von der Baroper Straße aus. Aufgrund des Geländeverlaufs wird das Erdgeschoss über eine barrierefreie Rampe sowie eine ergänzende Außentreppe erreicht.

Da entlang der südlichen Straßenseite kein durchgängiger Gehweg vorhanden ist, wird der westlich endende Gehweg über das Grundstück bis zum Hauseingang weitergeführt. Der Neubau reagiert damit nicht nur auf das eigene Grundstück, sondern verbessert auch die fußläufige Anbindung.

Die Außenanlagen sind robust und pflegeleicht gestaltet. Eine begrünte Staffelung im Südosten nimmt den Höhenunterschied zur abfallenden Straße auf. Auf Höhe des Erdgeschosses wird im östlichen Grundstücksbereich eine kleine Spielfläche angeordnet.

Architektonisches Gesamtkonzept

Der Neubau ist als dreigeschossiges Gebäude ohne Unterkellerung konzipiert. Auf einer Nutzungsfläche von 1.560 m² entstehen 51 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Jede Einheit verfügt über eine eigene Küchenzeile und ein Bad.

Die Organisation folgt einer klaren modularen Struktur. Die serielle Anordnung der Wohneinheiten sorgt für eine eindeutige Orientierung und wirtschaftliche Flächennutzung. Im Erdgeschoss ergänzt ein Gemeinschaftsraum das Angebot und schafft einen Ort für Austausch und Begegnung.

Vorgestellte Balkone gliedern die Fassade und erweitern die Wohnungen um einen privaten Außenraum. Die konstruktive Logik bleibt dabei ablesbar.

Konstruktion und Bauweise

Das Gebäude wird aus vorgefertigten Holz-Raumzellen errichtet. Die modulare Bauweise bestimmt sowohl die innere Struktur als auch das äußere Erscheinungsbild. Durch den hohen Vorfertigungsgrad wird eine präzise Ausführung und eine verkürzte Bauzeit ermöglicht.

Die Fassade ist als vorgehängte Konstruktion aus Lärchenholz geplant. Das Gebäude wird ohne Unterkellerung ausgeführt.


Material- und Nachhaltigkeitsstrategie

Die tragende Struktur aus Holz bildet die konstruktive Basis des Hauses. Die vorgehängte Lärchenholzfassade ergänzt das Gebäude um eine robuste, natürliche Hülle.

Die Dachfläche wird extensiv begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Damit werden ökologische Aspekte frühzeitig in das Gesamtkonzept integriert.


Funktionale Besonderheiten

Die 51 Wohneinheiten sind auf unterschiedliche Lebenssituationen zugeschnitten – vom Einzelappartement bis zur Wohnung für begleitende Familienangehörige.

Neben privaten Rückzugsräumen bietet das Gebäude gemeinschaftliche Flächen. Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss unterstützt den informellen Austausch zwischen den Gästen und stärkt den Charakter des Hauses als temporäre Wohnadresse auf dem Campus.


Projektstand

Das Projekt befindet sich in der Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Planungsrechtliche Fragestellungen werden geprüft, die Bauvoranfrage ist in Vorbereitung.


Visualisierungen: © Bergstermann + Dutczak Architekten. Dargestellt ist der aktuelle Planungsstand, Änderungen vorbehalten.