Neubau Gesamtschule Sieglar, Troisdorf

Die Gesamtschule Sieglar wird im Schulzentrum Sieglar in Troisdorf als Neubau organisiert und in Bauabschnitten realisiert. Neben den Unterrichtsbereichen umfasst das Projekt öffentlich nutzbare Funktionen wie Mensa, Aula und Bibliothek, die über einen gemeinsamen Zugangsbereich erschlossen werden.


Bergstermann & Dutczak Architekten übernahm ab Sommer 2025 die Bearbeitung des zweiten Bauabschnitts ab Leistungsphase 5 und führte diese in einem fließenden Übergang in die Ausführung weiter. 

Projektdaten

Projekt: Neubau Gesamtschule Sieglar, Troisdorf
Bauherr: Stadt Troisdorf 

Nutzer: Gesamtschule Sieglar; Bibliothek; Büro für Stadtteilarbeit 

Projektzeitraum: 2023-2027
Bruttogrundfläche: 17.500m² 

Bauweise: Konventionelle Bauweise, Holzelementbauweise 

Leistung: Objektplanung Gebäude, Bauteile C & D ab LP 5 
(Übernahme ab Sommer 2025) 

Projektanlass und Zielsetzung 

Nach Abwägung einer Sanierung der Gesamtschule, sollte diese im Wesentlichen als Neubau errichtet werden. Die Schulnutzung wird dabei überwiegend in dem Neubau untergebracht, während ein bestehender Baukörper mit Bibliothek und einzelnen Fachräumen saniert wird. Das Projekt steht im Kontext eines integrierten Handlungskonzepts zur Stärkung des Bildungsstandorts Sieglar/Rotter See. Ziel ist eine funktional klare Neuorganisation der Schule mit robuster Erschließungsstruktur, gebündelten öffentlichen Nutzungen sowie einer zeitgemäßen baulichen und technischen Ausstattung.


Städtebauliches und landschaftliches Konzept

Das Schulzentrum Sieglar ist als offenes Campusgelände zwischen den Stadtteilen Sieglar und Rotter See organisiert. Das Grundstück der Gesamtschule bildet den östlichen Auftakt des Bildungscampus entlang der Wegeachse zwischen Edith-Stein-Straße und Kerschensteiner-Straße.

Der Neubau fasst nördlich einen Schulhof mit Bezug zu Sportflächen und Mehrgenerationenpark, während südlich ein Vorplatz als zentraler Zugangsraum mit Anbindung an Bushaltestelle und Stellplätze entsteht.

Architektonisches Gesamtkonzept

Die Schule ist in mehrere Bauteile gegliedert und über ein gemeinsames Forum zwischen Vorplatz und Schulhof verbunden. Bauteil C umfasst Mensa, Aula sowie Ganztags- und Musikräume. Mensa und Aula sind für eine gemeinsame Nutzung organisiert; über der überhöhten Mensa liegt die Lüftungszentrale. Bauteil D ist als Solitär ausgebildet und nimmt Bibliothek sowie Fachräume wie Kunst, Werken und Lehrküchen auf. Die Bibliothek wird ausschließlich vom Vorplatz erschlossen.

Konstruktion und Bauweise

Die Neubauten werden überwiegend in Stahlbetonbauweise mit unterzugsfreien Decken errichtet und flach gegründet. In Teilbereichen kommen Halb- und Fertigteilelemente sowie vorgespannte Deckenelemente zum Einsatz.

Bauteil D wird in Holz-Elementbauweise ausgeführt; für das zusätzliche Treppenhaus sind konstruktive Verstärkungen im Bestandskeller erforderlich.

Material- und Nachhaltigkeitsstrategie

Die Fassaden sind als hinterlüftete Vorhangfassaden mit außenliegendem, sonnenstandsgeführtem Sonnenschutz aus perforierten Metallelementen konzipiert. Flachdächer mit extensiver Begrünung sowie eine Photovoltaikanlage mit rund 240 kWp unterstützen den Gebäudebetrieb.

 

Funktionale Besonderheiten

Öffentliche Nutzungen sind am Vorplatz gebündelt und unabhängig nutzbar. Aula und Mensa können für unterschiedliche Veranstaltungsformate gekoppelt werden. Die Bibliothek ist als eigenständig adressierter Bereich organisiert; die Erschließung erfolgt barrierefrei nach DIN 18040-1.


Projektstand

Im Bau, die Nutzer befinden sich bereits teilweise im ersten Neubauabschnitt.

 Visualisierungen & Fotos: © Bergstermann + Dutczak Architekten. Dargestellt ist der aktuelle Planungsstand, Änderungen vorbehalten.