Parken auf dem Versorgungszentrum
Objekt: Neubau eines Parkhauses auf dem Versorgungszentrums
Bauherr: Universitätsklinikum Münster
Wettbewerb
Planung: 2024
Stellplätze: 828
Mit dem Konzept der Aufstockung des Versorgungszentrums mit dem Parkhaus legt das UKM den grundlegenden Baustein zum strukturellen Umbau auf dem Gelände.
Ein wichtiger Baustein zur Lösung dieser Aufgabe ist eine kompakte und nutzerfreundliche Erreichbarkeit der Parkebenen. Dies wird durch zwei wesentliche Planungsgrundlagen erreicht:
- Eine flache Rampe anstelle einer Spindel über alle Ebenen stellt ein geringeres Hindernis für Autofahrer dar und ist wesentlich nutzerfreundlicher, besonders wenn es schnell gehen muss.
- Die Nutzung des nördlichen halboffenen Innenhofes im Bestand reduziert die Höhe der vorgelagerten Erschließung.
Dieser straffe Ansatz schafft Möglichkeit für Freiräume: Freiräume für die nichtmotorisierte Mobilität, Freiräume für qualitätvollen Aufenthalt und Freiräume für die Erweiterung der Klinikflächen mit einem größeren städtebaulichen Volumen.
Die Einfahrt für PKWs ist nahe am zukünftigen Haupteingang an der Albert-Schweizer-Straße gelegen und vor dem Abbiegen auf die Rampe nimmt der Ankommende die Brücke zur Magistrale wahr.
Zugunsten einer Vereinheitlichung des Stellplatz- und Fußgängerkonzeptes auf den Geschossen wurde vereinzelt bewusst auf Stellplätze verzichtet. Für Fußgänger ergeben sich vom Autoverkehr geschützte Fußwege. Die gradlinigen Fahrgassen auf allen Parkebenen ermöglichen trotz der Rücksichtnahme auf den Bestand eine gute Orientierung.
Die Aufstockung erfolgt als Stahlkonstruktion mit Stahlbeton-Verbunddecken. Die außenliegenden Treppentürme werden in Betonbauweise verlängert und bekommen auf ganzer Höhe eine neue Metallfassade - analog zu den sanierten Bettentürmen.
Die begrünten Fassaden mit auskragenden Pflanztrögen und die Dächer stärken in Verbindung mit der Pflanzenauswahl die Artenvielfalt, vermeiden Überhitzung und verbessern das Mikroklima.
Dem Parkhaus gibt die Fassade ein Äußeres, das den Blick auf die Stahlblechmassen der Fahrzeuge abschirmt, zugleich aber eine offene Fassade ist. Belüftung uns Belichtung können damit natürlich erfolgen, das Innere des Parkhauses ist hell, freundlich und attraktiv. Die große begrünte Dachfläche speichert anfallendes Oberflächenwasser und gibt dieses verzögert an die darunterliegenden Pflanztröge ab.